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Mehr als Pflege
Informationen zum Buch
Franziskanische und elisabethinische Frauengenossenschaften spielten bei
der Herausbildung der stationären Krankenpflege eine bedeutende Rolle.
Die Studie untersucht dies am Beispiel von zehn Kongregationen von der
Eröffnung der ersten Krankenhäuser in den 1840er Jahren bis zum Jahr
1930. Zur Jahrhundertwende waren diese Gemeinschaften in Deutschland
in 290 Häusern tätig, bis 1930 kamen weitere 51 hinzu; vielfach waren diese
in ihrem Besitz.
Die Autorin beleuchtet mit der Industrialisierung, dem Lazarettwesen und
Epidemien Triebkräfte für den grundlegenden Wandel der Krankenpflege
und untersucht dann das Verhältnis von Säkularem und Religiösem im
Pflegealltag, die Professionalisierung der Pflege sowie die Leitung und Finanzierung
der Häuser. Entgegen üblichen Darstellungen, in denen Priester
und Ärzte das Bild bestimmen, zeigt sie, dass und wie die Oberinnen
und Schwestern die Etablierung der stationären Krankenpflege maßgeblich
prägten. Modernität und Mobilität stellten die Schwestern auch durch ihr
Wirken im Ausland unter Beweis, wo sie in Europa, aber auch in Amerika
oder China 90 Häuser gründeten und betrieben.
